21.09.2019: 50 Jahre Frauenchor Jessen

von Lutz Pallas

Singen ist das Fundament zur Musik in allen Dingen.
(Georg Philipp Telemann)

Am 21. September feierten die Sängerinnen des Jessener Frauenchores ihr 50-jähriges Jubiläum. Ein abwechslungsreiches und buntes Programm wurde gemeinsam mit befreundeten Chören in der Mehrzweckhalle Jessen geboten.

Der Bürgermeister begrüßte locker mit lustigen Versen zum Thema „Gesang“

Chorgesang (aus meiner Sicht) – Bernhard Mock

In Deutschland kommt’ s nicht selten vor,
dass jemand singt in einem Chor.
Es gibt der Chöre auch sehr viele,
nach Alter und nach Sangesstile.
 
Zum Beispiel bei nem Männerchor,
da schmettert vorlaut ein Tenor
und der Bass brummt tief im Keller,
ein Kinderchor singt da schon heller.
 
In einem reinen Frauenchor,
sucht man vergeblich den Tenor,
auch Bässe wird man dort nicht finden,
weder getarnt noch ganz weit hinten.
 
Ist ein Chor jedoch gemischt,
wird so manches aufgetischt.
In den Pausen wird getuschelt,
über Nachbarn was genuschelt.
 
Doch am Ende aller Proben,
sieht man sie im Wirtshaus toben
und man hört aus voller Lust,
vom Büblein klein an der Mutter Brust.
 
Auch Kirchenchöre sind nicht kleinlich,
sie üben ihre Messen peinlich -
genau bis auf den letzten Ton
und das zumeist für Gotteslohn.
 
Die Gospelchöre - oh wie schön,
kann man in tollem outfit sehn,
der Obersänger singt laut vor
und tanzend folgt der Rest vom Chor.
 
Sehr klassisch, ernst mit wenig Krach,
so singt die Chorgemeinschaft Bach,
derweil in einem andren Ländel
da probt die Gruppe von Herrn Händel.
 
Auch Mozart, Schubert, Bruckner, Haydn
konnten die Musik gut leiden,
schrieben Werke hauf zu hauf,
ein Dirigent lebt richtig auf.
 
Und ein besonderes Kapitel,
mit modernen Schlagertitel,
sind die Show- und Jazzergruppen,
mit älteren Herrn und jungen Puppen.
 
Ja, das hält den Geist in Schwung,
selbst der Opa fühlt sich jung
und ein mancher hofft sogar
auf Deutschland sucht den Superstar.
 
Doch Superstars sind leider selten,
denn dazwischen klaffen Welten,
ein mühsam raus gepresstes Tönchen
stammt wohl eher von den Böhnchen,
 
die man am Tag zuvor verspeist,
und das den Sänger jetzt zerreißt.
Nicht jeder Knilch am Mikrofon,
erzeugt auch einen edlen Ton.
 
Leider bin ich abgeschweift,
was der Hörerauch begreift
und ich eile flugs zurück,
zu der Gemeinschaft Sanges-Glück.
 
Ja, es gibt noch viele Gruppen,
die als Sänger sich entpuppen
und, so tut man sich nicht schwer
als Mitglied bei der Bundeswehr.
 
Auch bei den Freunden der Marine
singt man gern mit Seemannsmiene,
ebenfalls kommt öfter vor,
die Singgemeinschaft - Knappenchor.
 
Auch die Gruppe - Narrensänger,
trällern aus der Bütt schon länger,
nach der Büttenreden Strauss,
muss Humba Täterä heraus.
 
Zum Ausklang dann ihr lieben Leute
ein Tag - so wunderschön wie heute.
Und der sollte nie vergehn,
ja, Chorgesang ist meistens schön.

Nach einem mehr als zweistündigen Programm der Chöre:

Flämingchor Langenlipsdorf e. V.
Männerchor 1859 Jessen e. V.
Frauenchor Körba/Schöna-Kolpin e. V.
Männergesangsverein 1836 Herzberg e. V.
Kirchenchor St. Laurentius Senden

endete der Tag bei einem gemütlichen Beisammensein im Schützenhaussaal in Jessen.
Der Jessener Frauenchor e.V. besteht derzeit aus 30 aktiven Sängerinnen.

Text: A. Richter-Nowak
Bilder: M. Jahn

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