Einweihung Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Linda

von Sven Wewior

„Etwas Neues zu beginnen war ein Wagnis immer schon -
Wenn die Pläne dann gelingen - umso schöner ist der Lohn“

Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Michael Jahn offiziell die Einweihung des Gerätehause der Feuerwehr in Linda.
Neben Vertretern des Stadtrates, des Ortsteilbeirates und natürlich der Bürger von Linda gab auch Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sich die Ehre zur Einweihung des 637.000 € - Projektes mit 2 modernen Stellplätzen, einem Umkleide- und Wehrleiterraum und einem großzügigen Versammlungsraum.
Die Bauzeit für dieses Gerätehaus belief sich von Mai 2016 bis September 2017, wobei die Planung seit 2009 vorlag - aber aus finanziellen Mitteln nicht umsetzbar war.
Ein Teilstück der öffentlichen Zuwegung zum Objekt mit 13 Parkplätzen wird ebenfalls bis Ende Juni 2019 saniert.
Die Innenausstattung im Wert von 30.000 € wurde durch Eigenmittel der Stadt Jessen (Elster) finanziert.

Somit konnte am Samstag den Bürgern von Linda und den Kameraden der Feuerwehr ein neues Domizil als Basis für die Unterbringung und Ausbildung in diesem wichtigen Ehrenamt übergeben werden.

Bürgermeister Jahn wies auf die gesetzliche Regelung hin, dass für den Brandschutz und die Hilfeleistung bei Unglücksfällen grundsätzlich die Gemeinden selbst zuständig sind. Nun – hier folgt das Gesetz dem tatsächlichen Hilfebedürfnis der Bürger bei der Abwehr von Gefahren für Personen, Tiere, Sachwerten und der Umwelt. Schon deshalb ist die gegenseitige Hilfeleistung in unseren Orten Selbstverständlichkeit geworden und unsere Feuerwehren haben eine lange, gute Tradition.
Technik und Gebäude müssen oft Zeiten mehrerer Generationen überstehen. So auch in Linda, wo das bisherige Gebäude nun wirklich für eine sachgerechte Unterbringung sowie für die Ausbildung nicht mehr nutzbar war.

Mit Auflage des Förderprogramms STARK V stellten Bund und Länder der Stadt Jessen (Elster) vor knapp 2 Jahren 1,7 Mio € für die Erfüllung der dringendsten Pflichtaufgaben in einer Investitionsoffensive zur Verfügung. Denn allein aus der Invest-Pauschale kann eine finanzschwache Kommune so ein Projekt nicht stemmen. Dafür und für die Übernahme des Eigenanteils von 10 Prozent durch das Land Sachsen-Anhalt bedankte sich der Bürgermeister herzlich bei der Landesregierung und dem Ministerpräsidenten.
Die Landesregierung hat mit dieser Kostenübernahme auf den Investitionsstau bei den Kommunen richtig reagiert, genau wie bei der Korrektur der Finanzzuweisungen und den Zuschüssen für die Kinderbetreuung, so auch bei der Förderung des Breitband-Ausbaus.
Er bat darum, die Beachtung und Unterstützung des ländlichen Raumes konsequent beizubehalten, sodass die Kommunen wieder grundsätzlich eigenverantwortlich handlungsfähig werden können. Sie haben den Anspruch zu agieren und nicht nur auf langwierige Missstände zu reagieren.

Diese Zusammenarbeit hat Jessen über manchen Stolperstein geholfen, den es bis zur Bewilligung jedes Förderantrages zu beachten gibt – und auch über manche Hürde, die bei der Umsetzung eines solchen Projektes überraschend im Weg steht.

Nach Reden des Wehrleiters Hartmut Lange, des Bürgermeisters Michael Jahn und des Ministerpräsidenten Dr. Haseloff wurde ein gelb-schwarzes und ein grün-weißes Band von allen drei zerschnitten und das Objekt damit übergeben.
Im Anschluss konnten sich alle Gäste und Interessierte die Räumlichkeiten ansehen und bei einem Empfang das ein oder andere Wort austauschen.
Befreundete und benachbarte Wehren, die den kleinen Festumzug begleiteten, hielten Einweihungspräsente bereit.

Es war ein gelungener Tag für den Ortsteil Linda.

MDR


Text: Anja Richter-Nowak/Michael Jahn
Bilder: Anja Richter-Nowak



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