Neuerstadt

Daten und Fakten

Gemarkung 1653, Gesamtfläche ca. 673 ha

Bevölkerung

124 (Stichtag 01.06.2015)
123 (Stichtag 01.06.2016)
119 (Stichtag 01.06.2017)

Geschichte/Chronik

Das ländlich geprägte Neuerstadt gehört zur Stadt Jessen (Elster), Landkreis Wittenberg im Bundesland Sachsen-Anhalt. Neuerstadt hat innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt und des Landkreises Wittenberg eine östliche Randlage und grenzt an der nur 1,4 km von der Ortslage entfernt liegenden Bundesstraße 101 an das Land Brandenburg. An die 673 ha große Gemarkung Neuerstadts grenzen die Fluren von

  • Hartmannsdorf östlich
  • Buschkuhnsdorf südöstlich
  • Reicho südlich
  • Kleinkorga südwestlich
  • Linda (Elster) nordwestlich.

Die Entfernungen von Neuerstadt betragen:

  • nach Jessen (Grundzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums): 15 km
  • nach Holzdorf: 6 km
  • nach Wittenberg (Kreisstadt und Mittelzentrum): 38 km
  • nach Berlin (Bundeshauptstadt): 110 km

Verkehrstechnisch ist Neuerstadt gut erschlossen durch die Straßenverbindungen:

  • in nordwestlicher Richtung nach Linda (Elster): 4,0 km
  • in nordöstlicher Richtung zur B 101: 1,4 km
  • in südwestlicher Richtung über Kleinkorga weiter zur B 187: 6,0 km
  • in südöstlicher Richtung über Buschkuhnsdorf nach Holzdorf an der B 187: 6,0 km
  • den nächsten Übergang zum Bahnhof Linda (Elster) der Eisenbahnlinie Berlin - Jüterbog - Holzdorf - Falkenberg sowie durch den Anschluss an den OPNV durch eine Buslinie

Neuerstadt wurde vor über 600 Jahren zunächst in der Siedlungsform eines Rundlings gegründet, der später zum Angerdorf ausgebaut wurde.

Seit dem 18. Jahrhundert erfolgte durch die Besiedlung der südlichen und nordwestlichen Dorfeingänge eine Ausweitung der Ortslage.

Charakterisiert wird die Ortslage Neuerstadt durch den Dorfanger mit seiner erhaltenen weitgehend natürlichen Gestaltung durch Rasen, alten Baumbestand, Dorfteich, Grünstreifen, Denkmal für die Gefallenen des I. und II. Weltkrieges. Neuerstadt hat keine Dorfkirche.

  • Hofanlagen, überwiegend als Durchfahrtsgehöfte mit schonen, großen Toreinfahrten angelegt und mit zum Anger bzw. zur Straße ausgerichteten Wohngebäuden,
  • eine straßenbezogene Bebauung mit überwiegend eingeschossigen Wohngebäuden, traufständiger Gebäudestellung und ausschließlich durch das Satteldach geprägten Dachlandschaft; neben Putzfassaden und verbreitetem Feldstein- oder Feldstein-/Klinkersockel,
  • vier Ortseingänge mit Gestaltungsbedarf, vor allem für den südöstlichsten und südwestlichsten Ortseingang.

Entwicklungsdaten zur Siedlungsgeschichte

1377- früheste Nennung Neuerstadts - wahrscheinlich neuer Wohnsitz früher Siedler aus dem niederdeutschen Sprachraum. Damals geschrieben: Nyenstat. Wahrscheinlich aus dem Niederländischen stammend, mit der Deutung: "Siedlung an neuer Stätte".

1437- Schreibweise Nyenstadt

1510 - Schweinitzer Erbbuch sagt aus, das Naustadt 10 Hüfner hatte
* Bis zum Jahr 1510 ist der Besitz der Bauernhöfe namentlich feststellbar für die Höfe mit den Nummern 1, 3, 4, 12, 13, 14, 15, 17

1618-1648 - Dreißigjähriger Krieg
Einwohnerzahl des mitteldeutschen Raumes wurde um 60% durch Gewalt und Seuchen vernichtet - kein Viehbestand, Felder unbestellt. Neuerstadt hatte etwa 22 Tote im 30jährigen Krieg (Pest).

1670 - 3 Hofstellen in Neuerstadt waren wüst (heutige Höfe mit den Nr. 11, 14,15)

1648-1700 - Einwohnergruppen in Neuerstadt waren vor allem Bauern, Pachthüfner Schäfer und Hirten/Schweinehirten (mit bedeutender Schafzucht auf Gemeindeweiden), Forstknechte, Forstbediente und Förster, Wildhüter und Köhler, Windmüller (seit etwa 1725)

1800 - Neben den Bauern, Schäfern und Forstarbeitern waren in Neuerstadt auch Handwerker ansässig, wie Schmied, Stellmacher, Schneider, Schuhmacher, Tischler sowie ein Gastwirt und ein Kramer Oft waren die Handwerker zugleich Bauern.

Ortsteilbeirat-Vereine-Ehrenbürger-Partnerschaften

Ortsteilbeirat

Simone Rothe (Vorsitzende)

Horst Werner

Henry Fritzsche