Linda (Elster)

Daten und Fakten

Gemarkung 1640, Gesamtfläche ca. 1915 ha

Bevölkerung

508 (Stichtag 01.06.2015)
507 (Stichtag 01.06.2016)
502 (Stichtag 01.06.2017)

Geschichte/Chronik

Ab 600 Besiedlung der Gegend durch die Wenden

Im 13. Jahrhundert Kirche erbaut

1410    Erste Erwähnung als „zur Linde“

1459    Linde slavica

1528    Martin Luther in Linda

1636    Dreißigjähriger Krieg, die Schweden zerstören Linda, nur 4 Häuser und die Mühle bleiben stehen

1638    Die Pest fordert viele tote, Linda droht zur Wüstung zu werden, durch Zuzug aus den umliegenden Dörfern bleibt der Ort erhalten

1691    Kirche wieder aufgebaut und eingeweiht

1737    Turm auf dem Kirchendach brennt ab, neuer Holzturm neben der Kirche erbaut

1813    Nach der Schlacht bei Dennewitz ziehen zahlreiche napolionische und preußische Truppen die Dahmesche Heeres und Poststraße entlang

1815    Linda wird Preußische Provinz Sachsen

1824    Kirchturm wird erneuert

1833    Bau und Aufstellung der Kirchenorgel

1848    Eisenbahnlinie Jüterbog – Falkenberg errichtet mit Haltepunkt Wendisch Linda an der Dahmen Straße

1886    Errichtung der Waldbahn nach Seyda

1888    Straßen nach Mügeln, Glücksburg und Stolzenhain werden befestigt

1890    Die heutige Hauptstraße wird von der Gemeinde gepflastert, jeder Hauseigentümer wird verpflichtet 1 Linde zu pflanzen

1899    Schule im Winkel erbaut

1899    Jugendsportverein gegründet

1899    Verbandstrag der Kreiskriegervereine findet in Wendisch Linda statt

1900    Wendisch Linda

1904    Molkerei erbaut

1910    Linda hat 515 Einwohner

1912    Kommunalfriedhof angelegt

1914-1918 Erster Weltkrieg, 26 Lindaer kommen um

1921    Kriegerdenkmal errichtet

1925    Linda hat 547 Einwohner

1927    Holzsägewerk von Walter Müller gegründet

1928    Dahmsche Straße 500m gepflastert

1930    Lindaer Turnverein gegründet

1933    Anbau an die Schule im Winkel

1933    Der Rottenmeister Ernst Lehmann erhält vom Reichspräsidenten von Hindenburg eine Treueurkunde für seine vierzigjährige Dienstzeit die der Bahn, vom Führer und Reichskanzlei erhält er das goldene Treuedienst-Ehrenzeichen

1936    Sommerolympiade in Berlin, Lindaer Läufer betätigt sich als Stafettenläufer für das Olympische Feuer

1941    Max Preuss gründet eine Metallbaufirma, ab 1943 dann mit Firmensitz in Linda

1944    Auf Linda fallen zwei Bomben, es gibt Tote und Verletzte, Gebäude werden zerstört

1945    Luftangriff auf den Bahnhof Linda am 20. April

1945    22. April Besetzung durch die Rote Armee, der 2. Weltkrieg brachte Linda mindestens 37 Tote und Vermisste, weitere Personen wurden verschleppt und sind nie wieder aufgetaucht, in der Umgegend sind noch mehrere deutsche Soldaten umgekommen, viele Flüchtlinge, Vertriebene und Ausgebombte bevölkern Linda

1946    Bodenreform, 125 ha werden abgeschlagen und den Bauern zur Nutzung übergeben. Gerodet wurde das Land von den künftigen Besitzern

1947    Großer Waldbrand an der B 101, 2 Lindaer Bürger kommen um

1947    Erstes Haus nach dem Krieg vom Tischler Wache, Hauptstraße 12, erbaut

1951    Männerchor gegründet

1952    Kreis Jessen, Bezirk Cottbus

1953    Neuer Kirchturm erbaut, nun an das Kirchenschiff angefügt

1956    LPG Typ III „Frieden“ gegründet – Vorsitzender ist Walter Knochmuß

1957    Linda hat 805 Einwohner

1957    Feuerwehrgebäude mit Schlauchturm erbaut

1957    LPG Typ T „Neuer Weg“ – Vorsitzender Arnold Niendorf

1960    Neu erbautes Landwarenhaus (Konsum) eröffnet

1960    Zusammenschuß der beiden LPG

1960    Kindergarten neu erbaut und eröffnet

1962    Kinderkrippe eingerichtet

1964    Geflügelverein gegründet, Vorsitzender Siegfried Lausch

1964    Hühnerstall in der Rosengasse erbaut

1968    GST-Schießsportanlage erstellt

1968    LPG Linda und LPG Neuerstadt schließen sich zusammen, Vorsitzender ist Klaus Richter

1969    Kein Viehaustrieb mehr durch die Dorfstraßen

1969    Anbau am Landwarenhaus

1970    LPG Trennung von Pflanzen- und Tierproduktion

1971    Einweihung der neuen Schule in der Zellendorfer Straße

1972    Molkerei wird geschlossen

1974    Am 1. Mai wird der zu Glücksburg gehörende OT Bahnhof eingemeindet

1977    Turnhalle fertiggestellt

1978    Die Kuh „Mira“ der LPG Linda hat mit 11.050 kg Milch die höchste Milchleistung im Bezirk Cottbus

1979    Letzter Nachrichtenausrufer Herr Hensler stellt Tätigkeit ein

1982    Hausbrand im Mittelweg 7, 1 Person kommt um (Richter Manfred)

1988    Andrea Riedl vom Jagdverein erlegt einen Elch

1989    181 Lindaer sind in der LPG tätig

1990    Aus LPG „Aktivist“ Dixförda und LPG „Frieden“ Linda wird Glücksburger Agrargenossenschaft

1991    Germa Bau GmbH entsteht aus der Bauabteilung der LPG

1993    Bau des Sportlerheimes

1993    Preuss Werkzeugbau GmbH entsteht aus Einzelfirma Preuß

1993    Friseursalon von Sabine Passin in der Mühlenstraße eröffnet

1994    Schweres Unwetter verwüstet die Kita und das Bahnhofsumfeld (Kita nur teilweise, Dach)

1995    Spielplatz erneuert

1996    Am 02.01 Brand in der Scheunenzuchtanlage der Glücksburger Agrar e.G., 40 Ferkel und 4 Sauen kommen um

1996    Schließung der Schule

1997    Erster Lindaer Bauern- und Pferdemarkt

1998    Linda hat 673 Einwohner

2002    Freiwillige Feuerwehr erhält neues Löschfahrzeug

2002    Baumaßnahmen in Rosengasse, Sandstraße und Hauptstraße

2004    am 1. März wird Linda Ortsteil von Jessen

2005    Lindaer Heimatverein gegründet

2005    Am 1. Mai wird das Lindaer Dorfmuseum von A. Schütze eröffnet

2005    Linda feiert 595 Jahre Ersterwähnung mit großem Umzug

2006    Erste Olympische Nacht in Linda

2006    Lindaer Zuchtgemeinschaft Host Leder/Günter Wache belegt bei der Rassegeflügelleistungsschau in Leipzig den 1. Platz

2006    70 Jahre Motorisierte Feuerwehr Linda wird mit großem Umzug und allerlei Darbietungen gefeiert

2007    Linda hat 592 Einwohner

2009    Lindaer Männerballett „Kantonputen“ mit Fernsehauftritt

2009    Große Erfolge der Lindaer Rassegeflügelzüchter beim Wettbewerb in Leipzig

2010    25. Waldpokallauf in Linda in Verbindung mit 5. Olympischen Nacht

Ortsteilbeirat-Vereine-Ehrenbürger-Partnerschaften

Ortsteilbeirat

Romy Harnapp (Vorsitzende)

Klaus Geyer

Marcell Geyer

Kathrin Krüger

Steffen Fischer