Foto: Ruhlsdorf |
Ruhlsdorf mit seinem Ortsteil Rehain ist seit dem 1. Januar 1999 Stadtteil von Jessen. Die beiden Orte liegen nördlich von Jessen, am Westrand der Glücksburger Heide und haben eine Gemarkungsfläche von 1.367 ha. Die Einwohnerzahl beträgt 289.
Ruhlsdorf und Rehain wurden als reine Bauerndörfer angelegt. Wenden, Flamen und Sachsen haben in den Ersten 200 Jahren in diesem Siedlungsort gelebt.
Der Ortsname "Ruhlstorph" taucht in den Überlieferungen, die zwischen 1377 und 1386 angefertigt wurden, das erste Mal auf. Bis 1899 gehörte Ruhlsdorf zum Rittergut Hemsendorf. Ruhlsdorf gehört seit der Reformation zur Pfarre Elster und ins Amt Wittenberg. 1635 wird berichtet, dass häufige Wolfsjagden gehalten werden mussten, um den Bestand zu dezimieren. Im 17. Jh. wurde die alte Dorfkirche abgerissen und eine Fachwerkkirche errichtet.
Die heutige Kirche, erbaut um 1885, ist eine neogotische Backstein-Saalkirche mit polygonalem Ostabschluss und schlankem eingezogenen Westturm,.
Von 1993 bis 1997 wurde in Ruhlsdorf und Rehain das Dorferneuerungsprogramm durchgeführt. Viele Wohn- und Nebengebäude wurden instandgesetzt, die Dorfstraße, Anliegerstraße, Gehwege und Hofzufahrten sind neu gestaltet und Begrünungsmaßnahmen durchgeführt.
Neben dem 1998 gegründeten Heimatverein ist die Freiwillige Feuerwehr prägend für das Vereinsleben im Stadtteil. Fastnacht, Dorffest und Sportfest sind Höhepunkte im kulturellen Geschehen des Stadtteils.