Der Ort Mellnitz wurde lt. Urkunde im Kopialbuch des Stadtarchives Weimar erstmals am 14. November 1385 erwähnt Slawische Volksstämme siedelten sich vor der erwähnten Jahreszahl In den Flussniederungen zwischen Elbe und Schwarzer Elster an. Typisch für Dörfer und Kleinstädte slawischen Ursprungs sind die Ortsnamen mit der Endung "nitz" und die Anlage der Orte In Hufeisenform. Unser Dorf im Landkreis Wittenberg am Rande des Flämings ist eines der kleinsten Dörfer mit den wenigsten Einwohnern mit vorherrschend landwirtschaftlicher Prägung. Das Territorium weist eine Fläche von 5,98 km² aus. Zur Zeit leben hier 56 Einwohner. Wir haben eine FFW mit 8 aktiven Mitgliedern und 4 Ehrenmitgliedern.
Folgende Gewerbeunternehmen sind in unserem Ort angesiedelt: Vereinigte Agrarbetriebe Seydaland, Gaststätte, Elektrofirma, Versicherungsagentur, ein Wiedereinrichter.
Unsere Kirche im Ort ist über 850 Jahre alt. Wegen Einsturzgefahr war sie seit 1978 gesperrt. Aus Anlass der 600-Jahr-Feier von Mellnitz im Jahre 1985 wurde in der Gemeinde beschlossen, die Kirche bis dahin zu restaurieren. Finanzielle Unterstützung kam von der Kirche, von der ehemaligen Pflanzen- und Tierproduktion, vom ehemaligen Kreis Jessen, Abt. Kultur und von den Gemeindemitgliedern. So konnten der Dachstuhl und der Turm erneuert sowie ein Leuchter angeschafft werden. Im Jahr 2000 wurden das Mauerwerk der Kirche sowie die Friedhofsmauer saniert.
Seit 1985 feiern wir jährlich unser Dorffest. Für die Senioren des Ortes gibt es jedes Jahr eine Weihnachtsfeier und interessante Ausflüge in die Umgebung unserer Heimat.
In den zurückliegenden Jahren und bis heute hat sich kommunal sehr viel
bewegt, wurde viel getan. Wir als kleine Gemeinde können stolz auf unsere
Leistungen sein:
1972 Bau der Straßenentwässerung in der Ortstage
1977/78 Bau der Trinkwasserleitung
1996 Schaffung eines Spielplatzes
1997 Bau einer Buswendeschleife mit Bushäuschen
2000 Abwasserleitungsbau
2000 Verkabelung der Energieversorgung
2001 Erneuerung der Asphaltstraße im Ort
2003 Errichtung eines Anbaus an der Totenfeierhalle und Dachsanierung
2003 Ausbau des Kanipp
seit 1993 wurden weitere Baumaßnahmen getätigt:
- Straßen- und Gehwegbau
- Neugestaltung der Grünanlagen
- Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern auf Brachflächen
- teilweise Regenentwässerung erneuert
- neue Straßenbeleuchtung
- Rekonstruktion des FFW-Gerätehauses und Erwerb einer neuen Tragkraftspritze
- Pflasterung des Friedhofsweges und des Parkplatzes vor dem Friedhof sowie
Erneuerung der Einfriedung des Friedhofes