Arnsdorf

Arnsdorf
Foto: Arnsdorfer Kirche

Arnsdorf ist seit dem 1. Januar 1999 Stadtteil von Jessen. Der Ort liegt nördlich von Jessen, am Westrand der Glücksburger Heide und hat eine Gemarkungsfläche von 1.165 ha. In Arnsdorf leben heute 207 Einwohner.

Urkunden aus dem Jahre 1377 erwähnen den Ort erstmals als "Arnsdorph". Der Ortsname wandelte sich im Laufe der Zeit nur wenig: 1419 "Arnstorff", 1454 "Arnsturf", 1505 und 1685 als "Arnsdorff".

Arnsdorf gehörte zum Kurfürstentum Sachsen. Im Landessteuerregister des Amtes Schweinitz zählte Arnsdorf neben Leipa und Rehain wegen seiner Heidenähe zu den „Buschdörfern". Nach dem Wiener Kongress 1816 wurde auch Arnsdorf preußisch.

Wie in vielen Dörfern unserer Gegend handelt es sich bei der im 13. Jh. erbauten kleinen Feldsteinkirche um das älteste Gebäude von Arnsdorf. Der später angefügte hölzerne Turm brannte 1816 völlig ab und wurde 1821 durch den jetzigen Ziegelturm ersetzt.

Heide-Ausstellung in Arnsdorf
Foto: Heide-Ausstellung in Arnsdorf

Die Gemarkung Arnsdorf galt früher als bedeutendes Weinbaugebiet der näheren Heimat. Die heute bewaldete "Diesthöhe" mit dem Feuerwachturm findet man auf alten Karten als "Arnsdorffischen Berg" mit dem Kartensignum für Weinbau. Zu diesem Terrain zählten alle Hanganlagen der Arnsdorfer Berge.

Der im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms neu gestaltete Dorfanger im Zentrum des jetzigen Stadtteiles Arnsdorf gibt mit seinen Zeitzeugen chronologisch Auskunft über die jüngere Geschichte:

1870/71 Pflanzung der Friedenseiche

1895 Pflanzung der Bismarckeiche neben dem Spritzenhaus

1926 Weihe des Kriegerdenkmals für die Opfer des 1. Weltkrieges

1933 Weihe der Hindenburg- und Hitlereiche

1990 Pflanzung der Einheitseiche

1991 Weihe des Kriegerdenkmals für die Opfer des 2. Weltkrieges

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