Karl Lamprecht (25.02.1856 - 10.05.1915)

Karl Lamprecht (25.02.1856 - 10.05.1915)



Karl Lamprecht
Foto: Karl Lamprecht
Prof. Dr. Karl Lamprecht hat mit seinem 14-bändigen Werk "Deutsche Geschichte" die historische Geschichtsschreibung reformiert. Bis dahin wurde diese an den Persönlichkeiten der jeweiligen Epoche orientiert. Lamprecht hat "Über die Individualität und Verständnis für dieselbe im Mittelalter"* die Gesamtbetrachtung der Epoche zum Gegenstand der Geschichtsschreibung gemacht, die heute noch Gültigkeit hat.

* Abhandlung Lamprechts, im 12. Band seiner "Deutschen Geschichte" abgedruckt.

25.02.1856 Karl Gotthart Lamprecht wird in der Pfarre zu Jessen geboren (Vater Carl Nathanael Lamprecht 1804-1878; Mutter Emilie Auguste Lamprecht geb. Limberg 1819-1882). Das Geburtshaus Lamprechts steht am Kirchplatz 7 in Jessen (Elster).
1862-67 Volksschule zu Jessen; 1866-67 auch Privatunterricht durch den Vater.
1867-69 Gymnasium Wittenberg (Quarta, Untertertia).
1869-74 Ab 29.09.1869 Besuch der Landesschule Pforta.
1874-75 (1.10.-1.10.) Einjährig-Freiwilliger im Infanterie-Regiment 82.
1874-77 Studium in Göttingen (Geschichte, Philosophie, Psychologie, Germanistik, Geographie).
1877-78 Studium in Leipzig
09.02.1878 Dr. phil. auf Grund der Arbeit "Frankreichs wirtschaftliche Verhältnisse im 11. Jahrhundert". Sommersemester in München.
22.12.1878 Todestag von Carl Nathanael Lamprecht. Beerdigung in Jessen.
19.02.1879 Kandidat des höheren Schulamts.
01.04.1879 Probekandidat am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Köln.
1879 Hauslehrer in der Familie des Bankiers Deichmann; Begegnung mit Gustav Mevissen.
1880 Im Sommer 1880 Habilitation für Geschichte an der Universität Bonn.
22.09.1882 Todestag von Emilie Auguste Lamprecht geb. Limberg. Beerdigung in Ballerstedt.
05/1885 Außerordentlicher Professor in Bonn.
09/1886 Verlobung mit Mathilde Mütl aus Straßburg.
05/1887 Vermählung in Straßburg.
01.04.1890 Ordentlicher Professor in Marburg.
01.04.1891 Ordentlicher Professor in Leipzig. Ausgabe des ersten Bandes der "Deutschen Geschichte".
1894 Historikertag in Leipzig.
1895-99 Geschichtswissenschaftlicher Streit um Politische und Kulturgeschichte.
1904 Reise in die USA.
1906 Beginn der kulturpolitischen Arbeit mit von Bethmann-Hollweg.
1909 Abschluß der "Deutschen Geschichte".
15.05.1909 Eröffnung des Instituts für Kultur- und Universalgeschichte.
1910-11 Rektor an der Universität Leipzig.
1915 März/April, Reise auf den Kriegsschauplatz.
10.05.1915 Gestorben in Leipzig. Bestattung in Schulpforta. Grabmal von Felix Pfeifer.
1918 Veröffentlichung des Beginns einer Autobiographie durch die Töchter Marianne Klein geb. Lamprecht und Elisabeth Schütz geb. Lamprecht.

Zurück