19.03.2008: Bauminister Dr. Daehre: Rund 466.000 Euro für Altbausanierung in Jessen (Elster)
Foto: Bauminister Daehre: Rund 466.000 Euro für Altbausanierung in Jessen (Elster)
Pressemitteilung Nr. 27/08
Magdeburg, den 19. März 2008
Die Wohnungswirtschaft GmbH Jessen saniert im Stadtgebiet Jessen Nord das Wohnhaus Ludwig-Hosch-Straße 13-15. Durch die Sanierung und den Umbau des im Jahr 1960 errichteten Gebäudes werden auf einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern 15 barrierefreie und zwei barrierearme Wohnungen geschaffen. „Hier wird ein Vorhaben realisiert, das durch die optimale Gestaltung der Wohnungszuschnitte und die Gestaltung des Umfeldes den Bedürfnissen älterer Menschen, aber auch jüngerer Familien gleichermaßen entspricht", sagte Sachsen-Anhalts Bauminister Dr. Karl-Heinz Daehre bei einem Vor-Ort-Besuch in Jessen.
Die Investitionen für den Umbau und die Sanierung sowie die Wohnumfeldgestaltung belaufen sich auf insgesamt 1,16 Millionen Euro. Das zu investierende Eigenkapital beträgt rund 210.000 Euro. Der bewilligte Zuschuss beläuft sich auf rund 466.000 Euro.
Durch einen außerhalb des Gebäudes angeordneten Personenaufzug und Laubengänge als Verbindung zu den einzelnen Treppenhäusern ist ein schwellenloser Zugang zu den Wohnungen gewährleistet. Die Außenanlagen - Wege, Freiflächen und Stellplätze - werden ebenso barrierefrei gestaltet. Diese Form der Sanierung trage dem prognostizierten zukünftigen Wohnbedarf der älteren Generation Rechnung, hob der Minister hervor. Durch Barrierefreiheit im Zu- und Aufgang würden aber zugleich die Bedürfnisse junger Familien mit Kleinkindern berücksichtigt. Außerdem befänden sich im Umfeld verschiedene Versorgungseinrichtungen des Handels, Arztpraxen und Dienstleistungseinrichtungen sowie ein Kindergarten und eine Schule.
Das Land Sachsen-Anhalt hat im vorigen Jahr im Ergebnis des Fördermittelwettbewerbs rund elf Millionen Euro für Modellprojekte im Bereich des Städte- und Wohnungsbaus zur Verfügung gestellt. Die ausgewählten Projekte sollen den Stadtentwicklungsprozess in den jeweiligen Kommunen wirkungsvoll und nachhaltig unterstützen. Die vorgesehenen Maßnahmen berücksichtigen in besonderer Weise die Aspekte des generationsübergreifenden, familien- und altengerechten Wohnens unter Einbeziehung der Barrierefreiheit und der Gebäudeenergieeffizienz.
Mit dem im Juni 2007 erstmals ausgelobten Wettbewerb will das Land mehr Einfluss auf die Qualität im Städte- und Wohnungsbau nehmen. Die Vergabe der Fördermittel wird daher an konkrete Anforderungen geknüpft. Im Jahr 2007 wurden 16 Projekte (von 68 Vorschlägen) neben Burg in Halle, Zerbst, Halberstadt, Magdeburg, Gardelegen, Bitterfeld, Stendal, Sangerhausen, Jessen, Merseburg und Quedlinburg für eine Zuwendung ausgewählt. Insgesamt können damit fast 500 Wohnungen saniert bzw. neu gebaut werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 49,3 Millionen Euro.
Der Wettbewerb stand allen natürlichen und juristischen Personen offen. Es kamen jedoch nur Projekte in das Auswahlverfahren, die in den 44 Stadtumbau-Städten und dort in den ausgewiesenen Fördergebieten liegen.